Warum Architektur Logo
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
frank!
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
Warum Architektur Logo
Jasmin Nölling, Hawaiihemd, 2022, digitale Zeichnung. © Jasmin Nölling

Jasmin Nölling, Hawaiihemd, 2022, digitale Zeichnung. © Jasmin Nölling

in sehenswert

Gibt es da etwas zu lachen?

Christine Müllervon Christine Müller
30.04.2024

ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich feiert seinen 30 Geburtstag mit einer Ausstellung. „Fingerspitzengefühl. Cartoons über Gebautes“ zeigt mit einem Augenzwinkern, dass die traurige Realität zeichnerisch kaum zu übertreffen ist.

Am 4. Juni 1994 wurde das ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich als Vereinigung aus der Taufe gehoben, die sich zum Ziel gesetzt hatte, der Architekturkultur in Niederösterreich mehr zeitgenössisches Leben einzuhauchen will. Mit Vorträgen, Ausstellungen, Arbeitsgruppentätigkeit, Expertenarbeit und weiteren Veranstaltungen. Heute 30 Jahre später ist das Engagement des Vereins unverändert groß, wenn auch der Gegenwind diesem hehren Unterfangen immer kräftiger entgegenweht.

Im regionalen Kontext das Verständnis für zeitgenössische Architektur zu wecken, Fachdiskussionen zu initiieren und zu aktualisieren und dabei auch verschiedene Orte für Veranstaltungen auszusuchen, um unterschiedlichsten architektonisch spannungsvollen Raum zu nützen stand seither auf dem Programm. Zum runden Jubiläum hat man sich den durchaus ernsten Themen allerdings nun mit einem lachenden Auge gewidmet. Eine Auswahl satirischer Darstellungen des aktuellen Baugeschehens geht in einer Ausstellung humorvoll an die oft bestürzende Realität und den Status Quo der baukulturellen Vermittlungsarbeit heran.

Edith Payer, Thujenfragen, 2021, digitale Zeichnung. © Edith Payer / Bildrecht 2024

Schonungslos ernst

Anhand mehr als 50 satirischer Darstellungen prominenter sowie weniger bekannter Gestalter:innen will ORTE zum Lachen aber auch zum Nachdenken anregen, und dabei vor allem auch die Konsequenzen der allgegenwärtigen Profitgier und Planlosigkeit vorführen.

Baukultur ist einer der am meisten missverstandenen Begriffe der letzten Dekaden. Gebauter Unkultur begegnet man auf Schritt und Tritt: Nachhaltige Siedlungsentwicklung steht immer noch weit abgeschlagen hinter den steigenden Leerständen in Stadt- oder Dorfzentren und weiter grassierendem, flächenfressendem Einfamilienhausbau. Verkehrspolitik heißt hier noch immer Straßenbau, Einkaufszentren, Parkplätze und Bodenversiegelung. Von Klima- und Naturschutz wird zwar vermehrt gesprochen, das Landschaftsbild spricht allerdings eine ganz andere Sprache. Davon erzählen auf kritische und dabei auf den ersten Blick erfrischend unterhaltssame Weise die ausgestellten Karikaturen, denen es gelingt die architektonischen Auswüchse gehörig auf die Schaufel zu nehmen, dem Betrachter dabei aber auch das Lächeln gefrieren lässt. Aber mit ihrer klaren Offenheit zeigen sie uns auch, dass Themen wie Zersiedelung, Bodenversiegelung, der unsensible Umgang mit historischer Bausubstanz oder die Ausbeutung der Landschaft von brennender Aktualität sind – und die Tätigkeit von ORTE wohl noch längst nicht erledigt ist.

Fingerspitzengefühl. Cartoons über Gebautes
von 5. April bis 28. Juni 2024
Ort: ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich
Steiner Landstraße 3 / 2. Stock
3500 Krems

www.orte-noe.at

Ähnliche Beiträge

Ähnliche Beiträge

Eines der letzten erhaltenen Bauten auf dem Areal des einstigen Nordbahnhofs ist der ehemalige Wasserturm in der Leystraße. Vom Abbruch verschont, steht er heute unter Denkmalschutz. Foto: commons.wikimedia.org/Radler59
sehenswert

Architektur im Nordbahnviertel entdecken

Einst stand hier der erste und größte Bahnhof des Habsburgerreiches, heute erstreckt sich auf dem Areal des einstigen Nordbahnhofs im...

von Redaktion
4.08.2026
Architektur.Film.Sommer unter freiem Himmel im Hof des Architekturzentrum Wien Foto: 2023, Pablo Leiva
sehenswert

Filmfest der Architektur

Zum vierzehnten Mal findet mittlerweile der Architektur.Film.Sommer im Hof des Architekturzentrum Wien statt. Diesmal widmet sich das internationale Architekturfilmfestival an...

von Redaktion
27.07.2026
Die Stadt des Kindes wurde für über 300 Kinder nach den Plänen des Architekten Anton Schweighofer errichtet und 1974 eröffnet, 2008 großteils abgebrochen und durch eine Wohnanlage ersetzt. Im Bild: Bronze Plastik von Maria Biljan Bilger Foto: Felicitas Konecny
sehenswert

Urban wohnen im Grünen

Dass es gelingen kann, Räume mit besonderer Wohnqualität zu schaffen und dabei urbanes Leben mit ländlicher Umgebung im Einklang stehen...

von Redaktion
6.07.2026
→ mehr anzeigen

© 2024 warum architektur
Dr. Christine Mueller
info@warum-architektur.at

Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.
Gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien.
Ein Fonds der Stadt Wien.

Wirtschaftsagentur_Stadt_Wien_pos_BW
  • Newsletter
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Newsletter
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Autorinnen
  • About
  • Kontakt
  • Autorinnen
  • About
  • Kontakt
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Im Gespräch
  • Kurz gefasst
  • Näher betrachtet
  • Inspiration
  • About
  • Newsletter
  • Kontakt