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Chaise Longue Albertina, Studio Gabi Faeh, S.A.D. Società Artisti e Designer (Stefano Casciani, Anna Lombardi) Hersteller: Zanotta, 1985 Foto: Santi Caleca/Courtesy Santi Caleca

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in ausstellung

Hommage an italienisches Design

Redaktionvon Redaktion
4.04.2025

Gerade rechtzeitig zur diesjährigen Milano Design Week startet eine Ausstellung im Mailänder ADI Design Museum, die die Verflechtung von Kunst und Design in Italien von 1915 bis 2025 ins Visier nimmt. Zahlreiche Exponate zeichnen die Verbindungen von Kunst und Industrie nach und erzählen von den kulturellen Wurzeln, der Entwicklung des Designs und dessen Dialog mit der Moderne. Ein Versuch, jene kreativen Verbindungen offenzulegen, die die zeitgenössische „ästhetische Gesellschaft“ geprägt haben.

Italiens Designkultur

„Als Hommage an die Vorreiterrolle des italienischen Designs in der Welt, als Ergebnis einer kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Industrie und Innovation, Kreativität und Poetik hat sich die Ausstellung zum Ziel gesetzt, unsere Identität zu stärken und italienisches Design auf die internationale Bühne zu bringen“, kommentiert der Präsident von ADI, Luciano Galimberti die Intention. Kuratiert wird die Schau vom italienischen Künstler, Autor und Designer, Stefano Casciani. Das Ausstellungs- und Grafikdesign schuf Piero Lissoni mit seinem Studio GraphX.

ADI Design Museum, Ausstellungsansicht Foto: Michele Nastasi/Courtesy ADI Design Museum

Die besondere Synergie zwischen Designern, Künstlern und Industrie steht im Fokus von „Best of Both Worlds: ITALY. Kunst und Design in Italien 1915 – 2025“. Die dazugehörige Literatur illustriert jene Energie und romantische Motivation, die das italienische Design seit jeher geleitet haben, mit dem Ziel die menschlichen Lebensbedingungen durch die harmonische Verschmelzung von Funktionalität und Ästhetik zu verbessern. Die Ausstellung nimmt die Besucher:innen auf eine gemeinsame Reise mit, zur Entstehungsgeschichte des italienischen Designs in Bezug auf die soziale und wirtschaftliche Entwicklung, aber vor allem auch in Verbindung mit Disziplinen wie Literatur, Handwerk und den visuellen, plastischen und multimedialen Künsten. Auch der komplexen Beziehung zwischen Design und Industrie wird Tribut gezollt. Der besonderen Verflechtung von Forschung, Kreativität und funktionaler Effizienz verdanken italienische Unternehmen ihren Erfolg. Auch wenn Kritiker und Historiker die komplexe Beziehung zwischen der Disziplin des Designs und der industriellen Welt oft übersehen. Und genau hier setzt die Ausstellung an: sie möchte die kosmopolitische Designkultur in Italien einst und jetzt untersuchen, die sich den Herausforderungen von Serienproduktion und Massenmarkt – von den Jahren des Wirtschaftsbooms bis zur postmodernen Krise – im Vergleich zur künstlerischen Kultur stellte.

Raum im Raum, Ausstellungsgestaltung von Piero Lissoni Studdio GraphX

Partnerschaft Design und Industrie

„Diese Ausstellung ist der Höhepunkt einer langen Reihe von Studien, Forschungen und Experimenten zwischen Kunst und Design, die viele von uns – von den historischen Avantgarden bis heute – durchgeführt haben, um das Bild des Objekts zu revolutionieren, das nicht mehr nur ein funktionales Werkzeug, sondern der Protagonist visueller Kultur ist“, wie Kurator Stefano Casciani ergänzt.

Zu den Höhepunkten der Exponate zählt bislang unveröffentlichtes Material über den stetigen Dialog von Design und Kunst. Um die Verbindung zur Gegenwart zu unterstreichen, hat man die einzelnen Themenbereiche unterschiedlichen Autor:innen gewidmet, die sich mit dieser Thematik bis heute befassen.

Im Mittelpunkt stehen entscheidende Epochen des italienischen Designs, von der futuristischen Euphorie bis zum industriellen Kontext, ebenso wie eine Reihe wichtiger Persönlichkeiten wie Carlo Mollino, Bruno Munari oder Enzo Mari. Der Rundgang führt von Joe Colombos Pop-Tendenzen, zu radikalen Ausformungen und zur „Art Design“-Bewegung, von Alessandro Mendini, Studio Alchimia, Ettore Sottsass und der Memphis-Gruppe bis zur Beziehung zwischen Kunst, Mode und unabhängigem Design. Berücksichtigung findet auch die Entwicklung des Designs im digitalen Zeitalter und die neue Konzentration auf das „skulpturale“ Element wie bei Gaetano Pesce oder Nathalie Du Pasquier, die in ihren Arbeiten über neue Möglichkeiten des zeitgenössischen Bildes und Objekts reflektiert.

Ausstellungsansicht Foto: Michele Nastasi/Courtesy of ADI Design Museum
Piero Manzoni. Corpo d’aria n. 44, 1959-1960, Courtesy of Fondazione Manzoni Foto: Matteo Zarbo

Über unterschiedliche Kapitel erschließen sich wichtige Themen wie die Neuerfindung des Design-Objekts, von der Abstraktion über den Neomodernismus bis zum jüngsten Trend des Low-Cost-Sammlerstücks.

„Die in die Tiefe gehende, akribische Betrachtung eines ganzen Jahrhunderts Designgeschichte erlaubt es, die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes zu analysieren und ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit der Idee des Designs im Sinne einer facettenreichen Multidisziplinärität und als strategischer Hebel zur Lenkung dessen Entwicklung“, so Galimberti. Eine Ausstellung, die sich Italiens Design-Identität widmet, und dessen Bedeutung im internationalen Kontext in Erinnerung zu rufen sucht – anhand des Werks zahlreicher großer Namen von gestern und heute wie u.a. Franco Albini, Gae Aulenti, Giacomo Balla, Achille e Pier Giacomo Castiglioni, Fortunato Depero, Paola Navone, Meret Oppenheim, Gaetano Pesce, Michelangelo Pistoletto, Gio Ponti, Aldo Rossi, Philippe Starck, Giuseppe Terragni, Patricia Urquiola und viele mehr.

Bis 15. Juni 2025
ADI Design Museum, Piazza Compasso d’Oro, 1, Mailand
www.adidesignmuseum.org

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