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Architekt Dietmar Eberle im Gespräch im Rahmen der ersten Staffel der Reihe "Visionen". Videostill: AnA (Architects not Architecture)

Architekt Dietmar Eberle im Gespräch im Rahmen der ersten Staffel der Reihe "Visionen". Videostill: AnA (Architects not Architecture)

in gespräch

Mit dem Wenigen ein Maximum erreichen (Video-Interview)

Christine Müllervon Christine Müller
24.11.2025

Zum Abschluss der ersten Staffel der Interviewreihe „Visionen“ ist ein Meister des nachhaltigen Bauens zu Gast bei „Architects, not Architecture“: Dietmar Eberle. Der Vorarlberger Architekt hat 40 Jahre Berufs- und noch mehr Lebenserfahrung. Er bringt eine Gelassenheit mit, die dem Gespräch über die Zukunft des Bauens guttut. Dadurch entsteht Raum, sich auf die Kernaufgaben der Architektur zu besinnen – diese sind, laut Eberle, nicht weniger als der Schlüssel für eine nachhaltige Architektur.
Die alten Gebäude aus dem Heimatort von Dietmar Eberle bringen etwas mit, das für den Architekten beispielhaft ist: Die anonymen Baumeister gingen mit Vorhandenen extrem sorgfältig und intelligent um, und schafften so einen hohen Nutzwert. Diese Kunst des Bauens – und das Wissen darum – ist für den Gründer des weltweit tätigen Büros Baumschlager Eberle Architekten zentral, um zukunftsfähige Gebäude zu bauen.

Baut die beste Architektur, die ihr bauen könnt.

Dietmar Eberle

Neben einem auf ein Minimum begrenzten Ressourcenverbrauch ist für Dietmar Eberle eine lange Nutzungsdauer ein weiterer Baustein für eine nachhaltige Architektur. Von ihm initiierte Forschungsprojekte an der ETH Zürich kamen zu dem Ergebnis, dass Gebäude, die eine hohe architektonische Qualität haben, älter werden als solche, denen sie fehlt. Die Botschaft, die Dietmar Eberle daraus ableitet, ist ebenso einfach wie unmissverständlich: „Baut die beste Architektur, die ihr bauen könnt. Das ist der wichtigste Beitrag zur Nachhaltigkeit.“

Dabei muss man, so Eberle, verstehen, dass der Mensch selbst Teil der Ressourcen ist: Er hinterlässt Spuren im Gebäude – in Form von Wärme, CO2 aus der Atemluft und Feuchtigkeit – auf die die Architektur reagieren muss. Analysiert man diese Spuren genau, zeigt Eberles Erfahrung, dass man oft weniger tun muss als gedacht.

Auch im diesen vierten Interview gelingt es wieder tief in die Gedankenwelt des Interviewten einzutauchen und von dort wertvolle Impulse für die Zuschauenden mitzubringen. Gleichzeitig folgen alle vier Interviews der Reihe „Visionen“ einem vergleichbaren Weg, durch den die einzelnen Positionen und Visionen zu einer Reihe werden und bereichernd nebeneiner stehen.

Das Interview entstand im Rahmen der von AnA (Architects not Architecture) und Velux initiierten Videoreihe „Visionen“.
Zusammen mit AnA hat Velux diese Videoreihe initiiert.

AnA (Architects not Architecture) geht es um die Persönlichkeiten hinter den großen Namen. Architects, not Architecture möchte auf die Bühne bringen, was wir üblicherweise nicht sehen. Architekten sind eingeladen, nicht über ihre preisgekrönten internationalen Projekte sprechen, sondern über sich selbst zu sprechen.
Velux, engagiert sich seit 80 Jahren für ein besseres Lebensumfeld für Menschen. Mit “Build for Life” will man das Bauen von heute und in Zukunft überdenken.

Dietmar Eberle wurde 1952 geboren. Er studierte an der TU Wien. Seit 1985 unterhält er mit Carlo Baumschlager ein eigenes Architekturbüro Baumschlager Eberle Architekten. Seit 1983 lehrte er in Hannover, Wien, Linz, Zürich, New York und Darmstadt. Seit 1999 ist er als Professor für Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH), Zürich (CH) und Leiter des ETH Wohnforums tätig.

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