Die Aktionsplattform westbahnpark.live fordert über die Petitionsplattform der Stadt Wien nun direkt von der Stadtpolitik, den Westbahnpark in voller Länge und ohne Bebauung zu realisieren.
Bereits seit 2018 engagiert sich die Gruppe westbahnplatz.live – Aktionsplattform für den Westbahnhof, die aus Personen verschiedenen Alters, unterschiedlicher Herkunft und beruflicher Hintergründe besteht im Kampf um die Umsetzung des Projekts Westbahnpark auf dem Areal entlang der Felberstraße. Nun liegt eine Petition zur Unterschrift vor.
Warum jetzt?
Demnächst wird durch die Stadt Wien die Vorbereitung des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs für das gesamte Areal vergeben, um die Ausschreibung für die Planenden festzulegen. Damit werden jetzt die Weichen gestellt zur zukünftigen Gestaltung des Areals.
Es wird daher dringend notwendig auch das Instrument der Wiener Petitionsplattform zu nützen, um von der gesamten Wiener Stadtpolitik den durchgehenden Westbahnpark einzufordern.
Es werden hiermit Politiker:innen aller Fraktionen informiert – auch jene, die das dringende Bedürfnis der Bevölkerung nach einer großen Grünfläche in der dichten Bestandsstadt noch nicht wahrgenommen haben.
Die knapp 12.000 Unterschriften der ersten Westbahnpark-Petition wurden am 18.Jänner 2024 medienwirksam an die Stadt Wien übermittelt. Sie wurden jedoch im bisherigen Planungsverlauf ebenso ignoriert, wie das Ergebnis des stadteigenen „Partizipationsverfahrens“, in dessen Rahmen die Bevölkerung eindeutig den vollen, in seiner gesamten Ausdehnung unbebauten Park favorisiert. Die Stadt hält ungeachtet dessen an einer massiven Bebauung fest, auch wenn sie das Projekt unter dem Teil „Landschaftspark“ kommuniziert.

Die Petition
Die Unterzeichnenden der Petition unterstützen die Forderungen der Aktionsplattform WESTBAHNPARK.LIVE und fordern die Wiener Stadtpolitik auf, diese letzte Möglichkeit zu nützen, im dicht bebauten Stadtgebiet eine große grüne Lunge zu realisieren. Dazu ist beim Planungswettbewerb für das Westbahnpark-Areal im 15. Wiener Gemeindebezirk die Bevölkerung schon von Beginn an in die Ausschreibung miteinzubeziehen. Außerdem muss bei der Stadtplanung und durch entsprechende Flächenwidmung eine „Null-(Bebauungs)-Variante“ zugelassen werden.
Es wird gefordert, dass die Stadt Wien im Rahmen ihrer Beteiligungsmöglichkeiten nach geltendem Eisenbahnrecht und im Rahmen ihrer Stadtplanungsagenden zugunsten der Realisierung des Westbahnparks und einer durchgängigen Parkanlage auf dem Areal ohne Bebauung handelt!
Gefordert wird:
* die Einbeziehung von Bürgeranliegen (den durchgehenden Park!) in die Planung!
* eine durchgängige Fuß- und Radverbindung auf dem unteren, kreuzungsfreien Niveau.
* die echte Beteiligung im gesamten Prozess!

Im 15. Wiener Gemeindebezirk Rudolfsheim-Fünfhaus soll hinter dem Westbahnhof entlang der Felberstraße der Westbahnpark entstehen. Die Vision: ein 1,2 km langer Park, klimagerecht, sozial verträglich und für alle zugänglich … und mit der längsten Schwimmbahn der Welt.
Die 70.000m² große Fläche ist schon jetzt eine Kaltluftschneise vom Wienerwald bis mitten in die Stadt herein und weist an der grünen Böschung eine sehr hohe, unbedingt schützenswerte Biodiversität auf. Vielfältige Nutzungen des Areals (spazieren, flanieren, radfahren, joggen…) verdeutlichen den Bedarf an Freiraum im dicht besiedelten Bezirk.
Das aktuelle Stadtteilentwicklungskonzept der Stadt Wien (SEK) sieht für den Bereich des Westbahnparks, entgegen anderslautende Behauptungen, eine Bebauung von bis zu 70 Prozent der Fläche vor. Im Stadtentwicklungsplan 2035 ist kein Park ausgewiesen. Weite und Durchgängigkeit gingen für immer verloren. Das Stadtklima wird weiter belastet statt repariert. Die im SEK enthaltene Dachbegrünung ist kein Ersatz für echte Entsiegelung und bodengebundene Grünflächen. Seit Mitte 2025 wird an der Ausschreibung des Wettbewerbs gearbeitet, der den späteren Planungsrahmen definiert. Die Weichen für eine wirklich zukunftsorientierte Umgestaltung des Areals werden jetzt gestellt.






