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Gemeinsames Waldbaden ist bei Senior:innen beliebt, aber die Mobilität spielt eine zentrale Rolle. Foto: Tageszentrum Alpakahof Pointner bei Freistadt / Renate Pointner

Gemeinsames Waldbaden ist bei Senior:innen beliebt, aber die Mobilität spielt eine zentrale Rolle. Foto: Tageszentrum Alpakahof Pointner bei Freistadt / Renate Pointner

in ausstellung

Wie im Alter wohnen?

Redaktionvon Redaktion
4.11.2024

Eine Ausstellung im afo afo architekturforum oberösterreich setzt sich unter dem Titel „Wie geht’s, Alter? Gemeinsam Räume für die Zukunft schaffen“ mit dem immer dringlicher werdenden Problem des Wohnens im Alter auseinander.

Wohnen gilt zwar als ein Grundbedürfnis, dennoch werden oft äußere oder altersbedingte Umstände zu einer wahren oft nur sehr schwer meisterbaren Herausforderung. Abseits der gängigen Maßnahmen wie eines barrierefreien Umbaus, dem Einbau von Treppenliften oder der Installation von Notfallknöpfen sowie der oft als letzte Station empfundenen Übersiedlung in ein Senioren- oder Pflegeheim haben viele gar keine konkreten Vorstellungen über mögliche alternative Gestaltungsmöglichkeiten wenn es um das Wohnen im Herbst des Lebens geht.

Gemeinsam wohnen

Ansprechende Beispiele von Wohnformen mit Vorbildwirkung sind schwer zu finden. Oft kommt auch der architektonische Anspruch in diesem Zusammenhang zu kurz. Es fehlen Informationen, ein unflexibles Pflegesystem mit Problemen in Bezug auf eine mangelnde Zahl und Kompetenz des Personals sowie starre Förderstrukturen für Bauvorhaben jenseits der Norm behindern zudem ein gesellschaftliches Umdenken. Notwendige Reformen in Politik und Verwaltung lassen auf sich warten.

Das ambitionierte CoHousing-Konzept in Hinterstoder richtet sich an sozial benachteiligte und vulnerable Gruppen, darunter ältere Menschen vor Pflegebedürftigkeit, Alleinerziehende und junge Menschen. Foto: OZ Architektur

Gemeinschaftliche Wohnformen sind wenig bekannt, nicht zuletzt auch, weil bisher alternative Baukonzepte weder von der klassischen Wohnbauförderung, noch von anderen Förderstellen entsprechend unterstützt und forciert werden. In der Ausstellung sind neue Wohnkonzepte zu sehen, die allerdings bisher zu wenig Breitenwirksamkeit zeigen.

Bestand nützen

Seit Langem beklagen wir die Verödung von Dorfzentren. Es ist notwendig einen Weg zum 5-Minuten-Dorf zu finden, mit kurzen Wegen zu Naherholungsgebieten, kulturellen Angeboten, medizinischer Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten und Mobilitätsangeboten – alles entscheidende Faktoren, wenn es um selbstbestimmtes Leben im Alter geht.

Gemeinschaftlich und individuell wohnen unter einem Dach – für Menschen ab 55 Jahren. Das Projekt der Wiener Caritas bietet nachhaltige Bauweise, barrierefreie Wohnungen und gute Infrastruktur. Foto: Caritas Wien, Hertha Hurnaus

Die Umsetzung von Projekten zur Stärkung von Ortskernen, scheitern nicht zuletzt oft an der Finanzierung. Ein Umdenken in Politik und Verwaltung lässt auf sich warten und wäre dennoch dringend notwendig, um das Potenzial einer Nutzung bestehender Substanzen für die Wiederbelebung sozialer Gefüge auszuschöpfen.

Wie könnten Wohnformen aussehen, die den oft geäußerten Wunsch, so lange wie möglich selbstbestimmt zu wohnen gerecht zu werden? Die Ausstellung „Wie geht’s, Alter? – Gemeinsam Räume für die Zukunft schaffen“ widmet sich dem Themenkomplex des Älterwerdens im Zusammenhang mit Leben und Wohnen und zeigt dabei auch einige inspirierende gelungene Projekte.

Die Ausstellung ist eine Produktion des afo architekturforum oberösterreich
Konzeption: afo architekturforum oberösterreich mit Eva Schmolmüller, Kuratorin

bis 13. Dezember 2024
www.afo.at

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